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Sankt-Karli-Kirche Luzern: Sonntags-Soirée; Béla Bartók: Contrasts

Mai 1 @ 5:00 pm

Clara Ricucci (Klarinette)
José Luis Rubio Reyes (Violine, Viola)
Daria Vasileva (Klavier)

Robert Schumann:  Drei Märchenerzahlungen op. 132 für Klarinette, Viola und Klavier
Béla Bartók: Contrasts für Klarinette, Violine und Klavier
1. Verbunkos (Werbertanz). Moderato, ben ritmato
2. Pihenö (Entspannung). Lento
3. Sebes (Schneller Tanz). Allegro vivace

Clara Ricucci
Clara Riccucci, geboren 1996, schloss 2017 ihr Bachelor Studium in der Klasse
von Giovanni Riccucci an der Scuola di Musica di Fiesole mit Auszeichnung ab;
derzeit studiert sie in Rom bei Calogero Palermo und absolviert ein spezialisiertes Masterstudium „Solo Performance“ an der Hochschule Luzern in der Klasse von Robert Pickup (nach erfolgreichem Abschluss des
Masterstudiengangs Performance in der Klasse von Paolo Beltramini).
Sie hat an Meisterclasses von Yehuda Gilad, Sabine Meyer, Reiner Wehle,
Alessandro Carbonare, Rossana Rossignoli und Enrico Maria Baroni
teilgenommen.
Als leidenschaftliche Liebhaberin des intimen und kammermusikalischen
Repertoires trat sie als Konzertkünstlerin bei verschiedenen internationalen
Veranstaltungen auf, darunter Lucerne Festival (KKL), Rom Chamber Music
Festival, Walton Foundation (Ischia), Festival Pontino, Hirzenberg Festival,
Morellino Festival, Szenen Wechsel, Livorno Music Festival, direkte und
persönliche Zusammenarbeit mit Ensembles und Künstlern wie Diemut Poppen,
Ensemble D’Accordo, ContempoArtEnsemble, Robert McDuffie, Yan Maresz,
Matteo Fossi, Vittorio Ceccanti, Duccio Ceccanti, Giovanni Riccucci.
Im November 2020 gewann Clara Riccucci den Edwin Fischer Wettbewerb und das Stipendium des Rahn Kulturfonds. Zuvor gewann sie den 1. Preis beim
Wettbewerb Riviera Etrusca, den Crescendo-Preis und das Stipendium der
Scuola di Musica di Fiesole.
Im Juni 2022 wird sie als Solistin im KKL Luzern in Begleitung des Luzerner
Sinfonieorchesters das Klarinettenkonzert op. 57 von Carl Nielsen spielen; in der Vergangenheit spielte sie Mozarts Konzert KV622 in Begleitung des Galilei- Orchesters.
Als Orchestermusikerin hat sie mit dem Orchestra del Maggio Musicale
Fiorentino, dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Orchestra del Teatro Olimpico di Vicenza, dem Orchestra Giovanile Italiana und dem Orchestra Toscana Classica mit Dirigenten und Solisten wie Zubin Mehta, Daniele Gatti, Kolja Blacher, Philippe Auguin, Michael Baremboim, Dmitri Sitkovetsky, Alexander Lonquich und Jeremie Rohrer zusammengearbeitet, in der Elbphilarmonie Hamburg, EXPO Dubai 2020, Auditorium Santa Cecilia, Oper Florenz, Kulturund Kongresszentrum Luzern (KKL), Accademia Chigiana, Ravello Festival, Spoleto Festival, Szenen Wechsel Festival.

Daria Vasilieva
Daria Vasilieva ist eine stimmungsvolle und glänzende Klavierspielerin. Ihr Auftritt zeichnet sich durch emotionelles und professionelles Engagement aus. Künstlerischer Ausdruck, hohes Niveau beruflichen Könnens, Beherrschung feinster Tönungen und Virtuosität von Daria lassen keinen Zuhörer kalt.
Daria ist 1996 in der Stadt Kasan` (Republik Tatarstan der Russischen Föderation) geboren. Von Kindheit an war sie sehr musikalisch und trat bereits mit 8 Jahren mit dem Symphonieorchester der Republik Tatarstan auf. 2019 hat sie ihr Studium am Konservatorium Kazan in der Klasse von Professorin Stella Fedoseeva abgeschlossen. Während des Studiums konnte Daria dank ihrer ständigen professionellen Weiterentwicklung bei über zehn internationalen Wettbewerben sowohl in Russland, als auch im Ausland Hauptpreisträgerin werden, darunter seien zum Beispiel 33. Internationales Smetana-Klavierwettbewerb (Tschechische Republik 2018), sowie Grand Prix vom 4. Internationalen Eshpai-Wettbewerb (Russland 2019) zu nennen. Dies alles, sowie ihre aktive Konzerttätigkeit haben es ihr ermöglicht, das Bundes-Exzellenz-Stipendium für ausländische Kunstschaffende zu bekommen. Zurzeit setzt Daria ihr professionelles Wachstum bei einem der renommiertesten Pianisten seiner Generation, Benjamin Moser.
Außerdem hat Daria im Rahmen von Meisterklassen erfolgreich mit folgenden Pianisten zusammengearbeitet: Vladimir Ovchinnikov, Rostislav Krimer, Maksim Mogilevsky, Daria Rabotkina Yuri Slesarev, Yanis Maletskis, Marje Lohuaru, Liimatainen Katariina, Petras Geniušas.
Außerdem trat Daria mit folgenden Orchestern auf: Pilsen Philharmonic Orchestra, Republic of Tatarstan State Symphony Orchestra, Rostov Philharmonic Symphony Orchestra, State Chamber Orchestra „La Primavera“.
Dank ihrem umfangreichen Repertoire gibt Daria oft Solokonzerte in verschiedenen Städten Russlands und der Schweiz, außerdem spielt sie online-Konzerte, um klassische Musik zu popularisieren und ihren Zuhörern zu helfen, die von der Klassik zu begeistern und inspirieren zu lassen
Dazu ist Daria auch ein hervorragender Ensemblemitglied. Als Mitglied der Kammerensemble war Daria zu Festspielen nach Kuopio (Finnland) eingeladen.

José Luis Rubio Reyes
Der in Havanna, Kuba, geborene Violinist José Luis Rubio Reyes begann im Alter von acht Jahren, Geige zu spielen. Zeitgleich nahm er eine 11-jährige Musikausbildung in seiner Heimatstadt auf. Der kubanische Geigenspieler hat sich in seiner bisherigen Karriere bezüglich des Umgangs sowohl mit der Barock- als auch mit der modernen Violine spezialisiert. Nach erfolgreicher Beendigung seines Musikstudiums am Instituto Superior de Arte – ISA (Hochschule der Künste) im Jahr 2019, absolvierte er im Sommer gleichen Jahres einen Postgraduate Kurs mit Schwerpunkt in alter Musik bei Musikern aus dem Ensemble „Balthasar Neumann“ in Deutschland. Seit März 2020 ist er Studierender im Studiengang „Bachelor of Arts in Music“ (Hauptfach Geige) in der Klasse von Prof. Igor Karsko und Sebastian Bohren an der Hochschule Luzern-Musik.
Im Hinblick auf die interkulturelle Natur jeglicher Kunstform ist Herr Rubio Reyes bereits in den folgenden Ländern sowohl als Solist, als auch in Kooperation mit anderen Kollegen aufgetreten: Schweiz, Deutschland, USA, Kolumbien, Mexico, Kuba, Spanien, Italien u.a. Ebenfalls durfte er als Solist in Begleitung renommierter Sinfonieorchester Kubas wie des nationalen Sinfonieorchesters und des Liceum Mozartiano in Havanna musizieren. Der kubanische Violinist ist außerdem Träger erster Preise verschiedener nationaler sowie internationaler Wettbewerbe, unter denen der Wettbewerb für junge Solisten „UNEAC 2012“, der Wettbewerb für Kammermusik „Musicalia 2017“, der Wettbewerb für Kammermusik „UNEAC 2018“ und der Violinwettbewerb „Frank Preuss 2018“ besonders hervorgehoben werden können.
Seine Spieltechnik durfte er durch die Teilnahme an den von den folgenden renommierten Violinisten erteilten Meisterkursen weiterentwickeln: Ryu Goto, Vilmos Olah, Walter Reiter, Renaud Capuçon, Utho Ughi, Stanley Ritchie, Midori Seiler, Ilmar López-Gavilán, Alexander Gilman, Rainer Schmidt, Mayumi Seiler, Elmar Oliveira, Enrico Onofri, Andrés Cárdenes, Philp Draganov und Andreas Janke.

 

 

Béla Bartók hat diesem durch die Kunstmusik gefilterten ungarischen Ton die Aussagekraft unverfälschter Volksmusik entgegengehalten. „Das altungarische bäuerische Volkslied steht nach Geist und Gestaltstruktur zentral für Bartók als Musikforscher und Komponist. Sammlung, Sichtung, Herausgabe ungarischer, wie aber auch slowakischer, rumänisch-walachischer, ruthenisch-ukrainischer, serbokroatischer, bulgaro-türkischer, afro-arabischer Musikfolklore beschäftigten ihn seit seinen ersten Aufzeichnungen in der Schüler- und Studentenzeit, bei ausgedehnteren Sammelfahrten, mehrfach auch gemeinsam mit Zoltán Kodály, weiterhin zwischen den beiden Weltkriegen (Türkeireise 1936 als letzte Forschungsfahrt) bis in die Zeit seines Exils.“ (Heinrich Lindlar)

Illusionslos war der überzeugte Antifaschist 1940 nach langem Zögern nach New York aufgebrochen – ein „Sprung ins Ungewisse aus dem gewußt Unerträglichen“, wie er selbst es genannt hatte. Noch ahnte er nicht, dass er im lauten Manhattan ein eher unbeachtetes, vor allem aber ärmliches Dasein fristen würde, das ihn bis an den Rand des Existenzminimums bringen sollte. Der „amerikanische Traum“ ging für Bartók trotz renommierter Kompositionsaufträge nicht in Erfüllung.

Zwei Musiker, die seiner Etablierung in den USA Vorschub leisteten, waren der Klarinettist Benny Goodman und der Geiger Joseph Szigeti. Ihnen sind die Contrasts für Violine, Klarinette und Klavier gewidmet, die Bartók im Sommer 1939 noch in Budapest komponiert hatte. Benny Goodman, der ja nicht nur Jazz-, sondern auch klassischer Klarinettist war, hatte die Stücke in Auftrag gegeben, und es waren Goodmans Jazzerfahrungen, die Bartók zu einer Musik „punktuell untermischt mit magyarisiert jazzoiden Elementen“ (Heinrich Lindlar) inspirierten.

Nachdem Goodman und Szigeti 1939 mit einem anderen Pianisten eine Teilaufführung der Stücke besorgt hatten, folgte nach Bartóks Übersiedlung im April 1940 in den New Yorker Columbia Studios die vollständige Uraufführung mit dem Komponisten am Klavier.

Details

Datum:
Mai 1
Zeit:
5:00 pm